Weichenstellungen beim Landesnahverkehrsplan

Veröffentlicht am 15.02.2018 in Allgemein

Auf der Sitzung des SPD Unterbezirksvorstandes Havelland wurde am 13.02.2018 intensiv der Landesnahverkehrsplan diskutiert. Ines Jesse, Staatssekretärin des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, stellte diesen ausführlich vor. 

"Der Entwurf enthält viele Verbesserungen für unsere Region", freut sich Martin Gorholt, der Vorsitzende des Unterbezirks. "Wir werden die weitere Diskussion über den Landesnahverkehrsplan als auch seine Umsetzung eng begleiten. Dabei stehen für uns im Havelland drei Dinge im Vordergrund: die Verbindung Nauen - Falkensee - Spandau als wichtigste Verbindung für die Pendler, die Anbindung des ländlichen Raumes und die Planungen für Wustermark." 

Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen und der jetzigen Situation für die Pendler steht für die SPD die Notwendigkeit einer schnellen Entscheidung der Länder Brandenburg und Berlin und der Deutschen Bahn zugunsten sowohl der Verbesserung des Regionalbahnangebots als auch zugunsten einer Express S-Bahn auf der Strecke Nauen - Falkensee - Spandau außer Zweifel. Um die ländlichen Räume anzuschließen geht es sowohl um die Haltepunkte des Schienenpersonennahverkehrs wie beispielsweise in Buschow und Nennhausen im Stundentakt als auch die Anbindung der Haltepunkte an den Nahverkehr per Bus.

Thema in der Diskussion war vor allem die Zusammenlegung der beiden Regionalbahnlinien RB 13 und RB 21. Zukünftig soll dadurch eine neue Zugverbindung zwischen Potsdam und Berlin entstehen. Die neue Verbindung soll im Vergleich zu den bisherigen Verbindungen hinsichtlich der Frequenz verbessert werden. Dies wird von der SPD Havelland grundsätzlich begrüßt.

In den aktuellen Planungen ist allerdings die Errichtung eines neuen Bahnhofs Elstal - West am Outlet-Center  vorgesehen. Dies wird von der SPD Havelland abgelehnt und stattdessen die zentrale Rolle des Bahnhofs Elstal betont, die weiter zu stärken sei. 

Bislang wird auch der Bahnhof Wustermark von den beiden Linien angefahren, dies ist in den aktuellen Planungen nicht mehr vorgesehen. Dazu hat sich in Wustermark die Bürgerinitiative "Nicht ohne Wustermark" gebildet und kanpp 2000 Unterschriften gegen die Abkopplung des Bahnhofs Wustermark gesammelt. Die Mitglieder des Unterbezirksvorstandes können die Argumente der Bürgerinitiative gut nachvollziehen. Der Bahnhof Wustermark wird auch von vielen Pendlern aus der Umgebung genutzt. Vor diesem Hintergrund ist eine Verteilung des "Park and Ride-Verkehrs" auf die Bahnhöfe Wustermark und Elstal sinnvoll. 

"Wir sollten die bisherige Anbindung beibehalten und Wustermark weiterhin anfahren. Es darf im Zuge der neuen Streckenführungen keine Schlechterstellung von Bürgerinnen und Bürgern geben", findet Leon Bucher, Vorstandsmitglied aus dem Ortsverein Wustermark. Dabei wurde auch die Idee eines Kopfbahnhofes in Wustermark diskutiert. Auch die anderen Mitglieder des Unterbezirksvorstandes stimmten dem zu und haben beschlossen, dass das Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung aufgefordert wird, eine Prüfung dahingehend vorzunehmen, dass in Wustermark weiterhin die Anbindung der Linie nach Potsdam gegeben ist als auch der halbstündige Takt nach Berlin.